Ardagger Stift
11. - 12. Mai 2018

FREITAG, 11. MAI 

 

19.30 Uhr, Sutari (PL)

21.15 Uhr, Karl Ratzer Quintett (A/D/USA)

22.45 Uhr, Dobranotch (RUS)

 

SAMSTAG, 12. MAI

 

19.30 Uhr, Black Patti (D)

21.15 Uhr, Opas Diandl (Südtirol)

22.45 Uhr, BartolomeyBittman (A)

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Die Künstler, die sich von 11.-12. Mai 2018 im MostBirnHaus einfinden werden, könnten in der Art und Stilistik ihrer Musik nicht unterschiedlicher sein: Es eröffnen drei energiegeladene Polinen, die unter dem Namen Sutari eine Art polnische/litauische Volksmusik tradieren, wenngleich nicht ganz authentisch, sondern durchaus aktuell. Ein ganz Großer der österreichischen Musiklandschaft, Karl Ratzer,wird mit seinem hochklassig besetzten Quintett aus über 50 Jahren gesammelter Erfahrungen seinen stets noch experimentellen Zugang zur Musik in höchster Qualität demonstrieren. Sieben russische Herrn werden durch einen Stilmix aus Jiddisch, Balkan und Gipsy surfen: Dobranotch wird beim Festival auch sein 20-jähriges Bestehen abfeiern.

Black Patti dagegen macht was völlig anderes. Die beiden Bayern oszillieren fragil zwischen Blues, Ragtime und Spiritual, jedoch nicht so, wie man zu kategorisieren gewohnt wäre. Opas Diandl: Die Südtiroler sagen von sich, weder ein Genre, noch ein Konzept zu haben. Das Quintett habe indes Charakter. Ja, den haben sie! Last, not least: BartolomeyBittmann. Die beiden Wahnwitzigen waren bereits beim ZOA ’16 zu Gast und wer da war, male sich aus, wie ihr neues Programm fegen wird.

Möge die Zeit schnell vergehen und der Mai auf den Jänner folgen. ZOA ´18 wird wie immer kein Spaziergang werden, sondern eine Abenteuerwanderung mit weltweiter Vorfreude!

Sutari

SUTARI foto Aleksandra Gronowska - mail

Barbara Songin – Gesang, Trommeln, Basetla (Folkbass), Percussion, Küchenutensilien (Wasserkanne, Küchenreibe)
Katarzyna Kapela – Gesang, Violine, Percussion, Küchenutensilien (Schneidebrett)
Zofia Barańska – Gesang, Violine, Percussion, Utensilien (Handmixer)

Sutari ist ein “Küchen-Folk” Trio bestehend aus drei weiblichen Stimmen – Basia, Kasia und Zosia – und diversen alltäglichen und nicht so alltäglichen Instrumenten. Mit unterschiedlichem Background in der Musik- und Theaterwelt führen die drei die polnische Folktradition ins Hier und Jetzt. Sie benutzen traditionelle Instrumente (Violine, Basetla und Trommel), experimentieren aber auch mit Objekten des täglichen Gebrauchs, wie z.B. Handmixer, Küchenreibe, Flaschen und Küchenbrett.
Ihre Songs basieren auf traditionellen polnischen Folksongs und eigenen Kompositionen. Inspiriert wurde das Trio von den sogenannten Sutartinės Litauens, die von den Frauen in perfekten und einzigartigen Harmonien gesungen wurden. Sutari bedeutet ‘Gleichklang’ oder ‘Harmonie’. Diese Harmonie sucht und findet die Band in der polnischen und litauischen Gesangstradition. Sie nehmen die alten Lieder, entdecken ihre versteckten Geheimnisse und interpretieren sie auf moderne Art und Weise. Dabei bewahren sie den Charakter der Folksongs – ihre Weiblichkeit, Intelligenz und ihre fesselnde Schönheit.
Im September 2014 erschien ihr Debütalbum “Wiano” – aufgenommen in einer vertrauten und gleichzeitig ungewöhnlichen Umgebung: in der Küche und im Wald. “Wiano” führt den Hörer durch die Klanglandschaften des täglichen Lebens: das Private hinter verschlossenen Türen und die Fröhlichkeit großer Gesellschaften. Sutari singen in der Küche, im Bad, durch geöffnete Fenster, am wärmenden Feuer, beim Tee, bei der Arbeit, beim Kuchenbacken, beim Waldspaziergang, am See.
Sutari wurden bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, bei einem Wettbewerb 2012 von den teilnehmenden Medien zur interessantesten Band Polens ernannt und haben den zehnten Battle of the Bands des World Music Network für sich entschieden. Im Sommer 2015 spielten sie bei einigen der wichtigsten Festivals des Landes, darunter auch das OFF Festival, bei dem der legendäre amerikanische Radiosender KEXP eine 30-minütige Session mit Sutari aufzeichnete.

www.sutari.pl

 

Karl Ratzer Quintett

 Karl Ratzer Foto (c) Jan Scheffner

Karl Ratzer – guitar, vocals Ed Neumeister – trombone Johannes Enders – tenor saxophone Peter Herbert – bass Howard Curtis – drums

Ein ganz Großer der österreichischen Musiklandschaft, Karl Ratzer, wird mit seinem hochklassigen Quintett aus über 50 Jahren gesammelter Erfahrungen seinen stets noch experimentellen Zugang zur Musik in höchster Qualität demonstrieren und dabei vor allem den großen Ray Charles huldigen. Karl Ratzer zählt völlig zurecht zu den besten und angesehensten Jazz-Gitarristen der Welt. Nicht zuletzt deshalb spielte er mit Größen wie dem legendären Chet Baker und der großen Chaka Khan! Sein musikalisches Schaffen ist so vielfältig und umfangreich, dass es unmöglich ist, hier Alles anzuführen.

Wenn es nicht zumindest manchmal auch tatsächlich zutreffen würde, dann wäre der Vergleich mit dem Alter und der Qualität des Weines (also je älter, desto besser) wohl schon etwas überstrapaziert, aber im Falle von Sir Karl Ratzer stimmt er jedenfalls. Was jetzt natürlich nicht im Umkehrschluss bedeutet, dass das, was er als junger Mensch gemacht hat, schlechter wäre, sondern höchstens anders, bzw. vielleicht sollte man „besser“ durch „souveräner, abgeklärter, klarer, beseelter“ oder Ähnliches ersetzen.

Auf der brandneuen CD „Tears“widmet sich das Karl Ratzer Quintet ausgewählten Nummern aus dem vocalen Ray Charles Repertoire, sowie funky und groove-orientierten Eigenkompositionen. Die Musik von Ray Charles begleitet Karl Ratzer seit Jahrzehnten. Die Musiker seiner Band sind höchstklassig und fungieren keineswegs als Rhythmusknechte und reine Bläserbegleitung, sondern vielmehr als eingeschworene Bande, die es dem Chef erst ermöglicht, auf diesem Level zu agieren. Die neue Einspielung – ein Meisterwerk in vielen Belangen, vielleicht sogar ein Opus magnum des Gitarristen (und wenn nicht, dann liegt die Latte sehr hoch!). Jedenfalls eine Aufnahme, die Karl Ratzer in Höchstform zeigt, mit einer Band, die dem Frontmann auf Augen- (naja, eigentlich Ohren-) Höhe begegnet, eine Einspielung, die restlos zu überzeugen weiß. Und wenn ich in Bezug auf Ratzer einmal geschrieben habe, „the best is yet to come“, dann habe ich offenbar diese Einspielung vorher geahnt. Das zu toppen wird kein leichtes Spiel sein! In diesem Sinne: Hallelujah! (Christoph Huber)

www.karlratzer.com

 

Dobranotch

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Ilia Gindin – clar Max Karpychev – sax Mitia Khramtsov – viol voc Evgenii Lizin – drums Roman Schinder – banjo Grig Spirdonych – tromb Alexey Stepanow – tuba

Wer hier nicht tanzt, ist selber schuld! Dobranotch aus St. Petersburg sind wilde Derwische der Volksmusik, die mit alten Zöpfen rein gar nichts am Hut haben: Zum Repertoire der Band gehört ein putzmunteres Cover des Rammstein-Klassikers “Du Hast”. Dunkel-Teutonisches im Klezmer-Gewand: Passt!

Diese Petersburger Musiker (die übrigens aus verschiedenen Ländern stammen!) überzeugen mit einer wilden Mischung aus Balkansounds, traditionellem jiddischen Liedgut und einer großen Prise Gypsy-Leidenschaft. Die eigene Heimat verlieren die Acht dabei nicht aus den Augen: Musikalische Einflüsse aus den ehemaligen Sowjetrepubliken und dem “goldenen Zeitalter” der russischen Brass-Orchester spielen hier eine große Rolle!

In den vergangenen Jahren waren sie weltweit auf Tour, haben überall musikalische Freundschaften geschlossen und zwischendurch auch noch sieben Alben aufgenommen. Dobranotch-Klänge finden sich auf Film-Soundtracks, in TV-Serien und Dokumentationen. Live-Auftritte sind die Leidenschaft dieser Band: Bei Festivals steigt Dobranotch gerne mal von der Bühne und mischt sich samt Instrumenten unters Volk, so wie es ihre Vorgänger vor hundert Jahren auf Dorfhochzeiten gemacht haben!

www.dobranotch.ru

 

Black Patti

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Peter Crowe C. – guit, mouth organ, voc
Ferdinand Jelly Roll Kraemer – guit, mandoline, voc

Seit 2011 bilden der bereits mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnete Gitarrist und Mundharmonikaspieler Peter Crow C. und sein Partner Ferdinand ‚Jelly Roll’ Kraemer, der neben Gesang und Gitarre auch an der Mandoline glänzt, das nach einem obskuren Plattenlabel benannte Duo Black Patti.
Akustischer Pre-War-Blues, zu weiten Teilen auf beeindruckenden Eigenkompositionen fußend, brachte die Musiker bereits auf Festivals wie Heimatsound Oberammergau, Jazzfrühling Kempten, das Snow Jazz Festival (Frankreich) oder das Birmingham Jazzfestival (GB) und Auftritte im Rahmen von Kunst und Literatur (Harry Rowohlt, Fritz Rau u.a.) gehören neben unzähligen Club- und Barshows zu ihren Aktivitäten.
Mit ‘Red Tape‘ liegt nun der zweite Tonträger der versierten, meist mit wunderbar zweistimmigem Gesang antretenden Instrumentalisten vor. Selbstverständlich auf traditionellen Instrumenten eingespielt und vintage und vollanalog aufgenommen. Mit ihrem äußerst abwechslungsreichen Repertoire präsentieren die Süddeutschen filigrankunstvolle und unglaublich berührende Roots-Musik zwischen tiefschwarzem Delta Blues, federndem Ragtime und beseelten Spirituals.

Pressestimmen:
„Vintage ist das Schlüsselwort für viele Subkulturen. (…) Das Münchner Bluesduo hat es in
dieser Recycling-Kunst zu wahrer Meisterschaft gebracht.“
Christoph Wagner – Schwarzwälder Bote

I know that if you two had sat down with Son House in 1930, there would have been a lot
of smiles all around. (…) So much respect for the material and yet so much originality.“
Phil Spiro – Wiederentdecker des legendären Son House

www.black-patti.de

Opas Diandl

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Veronika Egger – Stimme, Geige, Viola da Gamba Markus Prieth –  Stimme, Banjo, Raffele Daniel Faranna – Stimme, Kontrabass Thomas Lamprecht – Stimme, Gitarre Jan Langer – Perkussion

Opas Diandl sind die erfrischende Antwort auf allzu perfekt Inszeniertes. Bei ihren Konzerten herrschen stattdessen das geordnete Chaos, die unbändige Energie und Spielfreude – die, wo immer möglich, unverstärkt von der Bühne schallt. Instrumente und Arrangements könnten vielseitiger nicht sein. Es wird gejodelt, drei- und vierstimmig gesungen, gerockt, was die Saiten und Felle hergeben. Es wird gestampft und geklatscht – gerne mit dem Publikum. Das alles mit Respekt vor der Tradition, aber auch mit einer gesunden Prise Humor.

Für die Südtiroler Gruppe ist das Jahr 2018 ein besonderes, denn es wird gefeiert: Man wird zweistellig. Zehnjähriges Bühnenjubiläum für eine Gruppe, die sich mit ihrer Spielfreude, mit Vielseitigkeit, mit Charme und Schalk ein ganz eigenes Plätzchen geschaffen hat zwischen alpenländischen Traditionen und all den anderen musikalischen Einflüssen, die jeder Einzelne Musiker mit sich bringt. Von Jodeln bis Punkrock, von Folk bis zeitgenössischer Klassik – Opas Diandl haben eine musikalische Sprache und einen Klang entwickelt, in dem sich all diese Stile natürlich mischen und aneinander schmiegen. Ob Stadl, Kleinkunstbühne oder großer Konzertsaal, ob Südtirol, Deutschland oder Österreich – das Publikum war und ist sich stets einig: Opas Diandl sind ein Ereignis!

Typisch für Opas Diandl ist, dass dieses Jubiläum nicht mit einer Rückschau begangen wird, sondern mit einem neuen Programm und einer neuen CD mit dem Titel „X“. Das Publikum darf sich auf energie-und emotionsgeladene Musik freuen,  vokal und instrumental und – das ist neu – eigene Texte in südtiroler Mundart.

www.opasdiandl.com

BartolomeyBittmann

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 BartolomeyBittmann_3©Stephan_Doleschal

Matthias Bartolomey – Violoncello
Klemens Bittmann – Violine & Mandola

Der Respekt vor dem Klang ihrer Instrumente, sowie die Lust am gemeinsamen Entwickeln der damit möglichen neuen Klangbilder, führt zwei Musiker zusammen. Der Cellist Matthias Bartolomey und der Geiger und Mandolaspieler Klemens Bittmann führen in ihrem Zusammenspiel ihr stark in der klassischen Musiktradition verankertes Instrumentarium auf einen neuen Weg. Mit Spontanität und Improvisation der Jazzästhetik verbinden sie intim groovende bis hin zu kraftvoll rockenden Elemente.

„Selten hat man Streicher gehört, die sich so lustvoll dem Groove hingeben. BartolomeyBittmann bringen jene musikalische Tugenden leichtfüssig auf den Punkt, die man üblicherweise nicht mit klassischen Instrumenten verbindet: Unbändige Spiellust und radikalen Rhythmus.“ (Wolfgang Muthspiel)

„… super komponiert und fabelhaft gespielt! Ich höre gespannt, überrascht und begeistert zu! Es ist einfach sehr gut und unglaublich gut gespielt, das geht nicht besser!“ (Nikolaus Harnoncourt)

 www.bartolomeybittmann.at






Faltenradio

It’s been a great honour to perform @ the opening concert of the Zoa Festival in Ardagger along with „Hotel Palindrone“ and „Dobrek Bistro“! Sincere thanks are given to the Zoa-Team, we’re sure that your dedication will establish the ZOA-festival as a highlight in the years to come!