Ardagger Stift
22. - 23. 5. 2020

FREITAG, 22. MAI 

 

19.30 Uhr, Spaemann & Bakanic (A)

21.15 Uhr, Zagala (ESP)

22.45 Uhr, Wieder, Gansch & Paul  (A)

 

SAMSTAG, 23. Mai

 

19.30 Uhr, De‘ Soda Sisters (ITA)

21.15 Uhr, Loyko (RUS)

22.45 Uhr, Landstreich plus (A)

ZOA-Gäste haben in den vergangenen 8 Festivals viel erlebt, aber das nicht: Nämlich das neunte Festival und es wird geraten, sich die Karten flott zu sichern. Denn das Line-Up, das am 22./23. Mai 2020 im ITA-Stadl beim Mostbirnhaus in Ardagger Stift auf die Bühne kommt, hat man hierzulande noch nicht gesehen.

Als Firestarter eröffnet am Freitag das Duo Marie Spaemann & Christian Bakanic das Festival und sie werden uns, ohne dass wir es bemerken, das Grinsen der Faszination in die Gesichter schreiben. Kurzes Luftholen, bevor sie uns vom Quintett  Zagala wieder geraubt wird, weil es einfach nicht möglich ist, sich dem spanischen Temperament zu entziehen. Ärger noch wird es bei den drei völlig Wahnsinnigen hier werden: Wieder, Gansch & Paul. Sie werden nicht nur eine Hetz sein, sondern die anwesenden Blechbläser zum Verzweifeln bringen.

Zutiefst italienisch werden die 3 charmanten Mädels der De’ Soda Sisters den Samstag auftakten und es wäre gut, ein paar Vokabeln aufzufrischen, um den Schmäh verstehen zu können. 3 stolze Männer dagegen, Russen, Teufelsgeiger, Weltstars, kurz Loyko, werden höchst virtuos Roma-Musik mit Flamenco, Klassik und Jazz vermählen. Und am Ende werden wir alle sein, nachdem Landstreich seine letzte Zugabe gespielt haben wird. Die Pioniere des Musikkabaretts werden uns nämlich herzliches Lachen und keine Grinser entlocken. Diese werden wir haben, wenn wir im Auto sitzen und nach Hause fahren. Und das wird niemand hungrig oder durstig tun, denn es wird angerichtet sein! Herzlich willkommen beim ZOA 2020!

Spaemann & Bakanic

Marie Spaemann – Cello, Gesang / Christian Bakanic- Akkordeon

Wenn Marie Spaemann (Cello und Gesang) und Christian Bakanic (Akkordeon) gemeinsam musizieren, wird die Begegnung ihrer unterschliedlichen Einflüsse zu einer unmittelbar berührenden Begegnung mit dem Publikum: Soul und Jazz, Klassik, Tango Nuevo und Weltmusik treffen aufeinander und verschmelzen zu erfrischenden Eigenkompositionen, Songs und spannenden Neuinterpretationen, vorgetragen mit der Leichtigkeit wahrer Virtuosen. Von atmosphärischen Klangfarben bis zu groovigen Basslines und perkussiven Elementen loten Spaemann und Bakanic die Möglichkeiten ihrer Instrumente immer wieder aufs Neue aus.

Unter dem Titel Mela – The Moony Sessions veröffentlichte Cellistin und Singer- Songwriterin Mela Marie Spaemann 2015 ihre erste Platte, auf der sie „auf betörende Weise Soul und Jazz mit einem Hauch Klassik verbindet.“ (Dagmar Golle, Bayrischer Rundfunk). Mit ihrem Cellospiel gewann sie u.a. den internationalen Johannes Brahms- Wettbewerb in Pörtschach, wenige Jahre später tourte sie als Solo-Vorband und Sängerin des Elektroswing-Pioniers Dunkelbunt durch Deutschland und Österreich.

Christian Bakanics Akkordeonspiel verbindet die komplexe Spontanität des Jazz, die temperamentvolle Leidenschaft des Tango Nuevo, das disziplinierte Moment der Klassik mit vielschichtigen Traditionen europäischer Volksmusik. Die Fähigkeit seine musikalischen Zugänge und Erfahrungen auf subtile Weise in seinen Kompositionen zu vermischen, machten ihn schon früh zu einem der gefragtesten Musikern Österreichs.

Bakanic‘ atemberaubende Improvisationen und Marie Spaemanns Gesang entwickeln dabei eine Dichte und Dringlichkeit, die berührt.

www.mariespaemann.com

www.christianbakanic.com

Zagala

‘La Jose’ – Gesang / Esther Sánchez – 5-saitige Geige, Gesang, iberische Percussion / Iván Mellén – Percussion / Alba Chacón – iberische Percussion, Background-Gesang / David Torrico – Gitarre, Mandola, Tambourine, Gesang

Zagala ist als Band 2015 in Madrid entstanden. Die verschiedenen Rhythmen, Lieder und Tänze der iberischen Halbinsel sind den Bandmitgliedern vor Jahren durch die Musik und Workshops von Eliseo Parra bekannt geworden. Sie verspürten bald den Drang, sich mit der traditionellen iberischen Musik auseinanderzusetzen, insbesondere mit Liedern, die auf Tanzrhythmen wie Jota, Seguidilla, Charro, Fandanguillo, Ajechao und Sevillanas basieren. Zagala verwendet Instrumente wie die Mandola, Gitarre, Geige, den iberischen Pandero Cuadrado aus Peñaparda, Tamburine, Löffel und Pfannen. Zagalas Musik zeichnet sich durch ihre Energie und die Verschmelzung verschiedener Instrumente aus vielen Regionen und verschiedenen Epochen Spaniens aus, wodurch ein origineller Klang entsteht.

Sie nahmen an verschiedenen Wettbewerben in Spanien teil und gewannen Preise und die Anerkennung des Publikums. Sie spielten auf renommierten spanischen Festivals wie Demanda Folk (Burgos), Folkarria (Madrid), Fiesta de las Cuadrillas de Barranda (Murcia) und Ciclo Viernes de la Tradición (Madrid). Die Veröffentlichung ihres ersten Studioalbums 2018 machten Zagala auch außerhalb Spaniens bekannt. So spielten Sie 2019 bei der prestigeträchtigen WOMEX (World Music Expo) in Tampere (Finnland). 2020 sind sie auf großer Europa-Tournee und spielen ihr erstes und einziges Österreich-Konzert im Rahmen des ZOA-Festivals.

www.zagala.es

Wieder, Gansch & Paul

Thomas Gansch – Trompete, Flügelhorn / Leonhard Paul – Posaune, Basstrompete / Albert Wieder – Tuba

Der Zufall schreibt die schönsten Geschichten. Albert Wieder sprang 2015 als Karenzvertretung bei Mnozil Brass ein. Gemeinsam mit Thomas Gansch und Leonhard Paul begann man irgendwann damit, am Ende jeder Mnozil Brass Show eine Zugabe zu spielen. Auf jeder Tour eine Neue. Ins Blaue hinein, sehr spontan und nicht bis kaum geprobt, stellte man sich auf die Bühne und tat das, worum es beim Musizieren geht – kommunizieren. So entwickelte sich im Laufe der Zeit ein ganzes Konzertprogramm; mit Songs aus allen Ecken und Enden ihrer drei Universen:

George Michael, Franz Schubert, Chuck Mangione, Johann Strauß, Toots Thielemans, Udo Jürgens, Henry Mancini, Billy Joel und und und. Bass, Melodie und Harmonie. Mehr braucht man nicht. Man könnte auch „Earth, Wind and Fire“ sagen – das ist aber schon vergeben – drum wollen wir’s „Wieder, Gansch & Paul“ nennen!

 

De‘ Soda Sisters

Benedetta Pallesi – Gesang, Gitarre, Glockenspiel, Kazoo / Lisa Santinelli – Gesang, Mandoline, Cigar Box, Kazoo / Veronica Bigontina – Gesang, Tamburin, Waschbrett, Löffel

Das toskanische Damentrio ist angetrieben durch die gemeinsame Leidenschaft für traditionelle, italienische Musik, Natur, Wein und die einfachen Dinge im Leben. Sie nennen Ihren Stil Agrifolk, welchen sie mit einem bunten Mix an Instrumenten wie Gitarre, Mandoline, Ukulele, Waschbrett, Tamburin usw. und vor allem ihrem dreistimmigen Gesang wiedergeben. Ein wunderbar, selbstironischer Gruß aus der Toskana!

Der Bandname ist ein ironischer Tribut an das toskanische Städtchen Rosignano Solvay mit seinem berühmten weißen Strand und kristallklarem Wasser. Leider findet man erst bei genauerer Recherche heraus, dass die Rückstände einer Soda-Fabrik (darunter auch Quecksilber!) jahrzehntelang direkt ins Meer geleitet wurden und den Sand entsprechend gebleicht haben. Inzwischen haben die Behörden wohl verboten, die giftigen Abwässer ins Meer zu leiten – aber wie hoch die Belastung ist, lässt sich nur schwer herausfinden. Für die drei jungen Damen, die ihre Heimat, die Toskana, so lieben, Grund genug, sich demonstrativ „De Soda Sisters“ zu nennen. Mittlerweile ersingen und erspielen sich die 3 Musikerinnen mit ihren spitzen, ironischen Texten Aufmerksamkeit in Italiens Öffentlichkeit und schaffen so Bewusstsein für Ihr Anliegen gegen das Totschweigen von Unrecht!

www.desodasisters.it

Loyko

Sergey Erdenko – Violine, Gesang / Artur Gorbenko – Violine, Gesang / Mikhail Savichev – Gitarre, Gesang

Es gibt eine knapp 300-jährige Legende über den berühmten Roma-Geiger Loyko Zobar, der auf eine Weise spielte, die so von Herzen kam, dass Tiere aus dem Wald kamen, um ihm zuzuhören. Sein Ruhm lebt weiter, ebenso wie seine Geige, die heute von seinem entfernten Nachkommen – Sergey Erdenko – Gründer und Frontmann von LOYKO gespielt wird. Er tritt mit seinen Freunden Artur Gorbenko und Michael Savichev auf allen großen Bühnen der Welt auf, wo sie vom anspruchsvollsten Publikum für ihre Meisterschaft, Virtuosität und Einzigartigkeit bewundert werden.

Das Trio LOYKO gehört nach Ansicht zahlreicher europäischer Journalisten seit langem zu Recht zur weltweiten Geigenelite. LOYKO arbeitete mit weltbekannten Musikern wie Ronnie Wood (Rolling Stones), Yehudi Menuhin, Gidon Kremer, Stephane Grappelli oder Andre Heller zusammen. Der große Lord Yehudi Menuhin hat einmal verkündet: „LOYKO-Musiker sind großartige Improvisatoren unserer Zeit!“

„LOYKO“ ist eine Mischung aus vielen nationalen Traditionen, klassischer Musik, Jazz und Rock, und jeder findet darin etwas, was er mag. Hier gibt es eine Reihe von Genrebühnen und Seelen, die tiefgreifende lyrische Themen berühren. Konstante und Basis der künstlerischen Arbeit war immer die russische Roma-Musik, die durch Begegnungen mit traditioneller rumänischer, ungarischer  und irischer Musik bis hin zum Flamenco kontinuierlich stilistisch und klanglich erweitert wurde. Vorbild war und ist Loyko Sobar. Jener legendäre Geigenvirtuose, der mit dem Zeitgenossen Paganini verglichen wurde.

www.loyko.net

 

Landstreich plus

Johanna Kugler, Geige & Gesang / Christof Spörk, Klarinette & Gesang / Krzysztof Dobrek, Akkordeon / Gerhard Draxler, Kontrabass & Gesang

Das musikkabarettistische „Wunder der Auferstehung“ geht weiter. Für 2020 hat sich das vierköpfige Individualisten-Kollektiv „Landstreich“ entschlossen, ihren trotzigen Fans zuliebe und ihren leidgeprüften Familien, neidgeprüften Kritikern sowie einem zeitgeprüften Arbeitgeber zum Trotz eine 14-teilige Tour durch die Schweiz und Österreich zu machen.

Unter der gelenkt-demokratischen Führung des südburgenländischen Musikkabarettisten Christof Spörk, entlang der Solidarnosc-demokratischen Kindheitserinnerungen des Weltakkordeonisten Krzysztof Dobrek und über den gänzlich undemokratischen Basslinien des Kolchosen-Chefs Gerhard Draxler wird das werte Publikum genauso brachial wie feinfühlig unterhalten. Bleibt nur zu hoffen, dass die alternativ-basisdemokratische Geigerin und Sängerin Johanna Kugler die älteren weißen (allerdings nicht protestantischen) Herren halbwegs zur Besinnung bringen oder zumindest singen kann. Für die Historiker. Die legendäre, 2003 mit dem Salzburger Stier ausgezeichnete Musikkabarett-Formation „Landstreich“ spielte in ihrem irdischen Leben zwischen 1992 und 2005 hunderte Hochzeiten, Biobauernfeste und Konzerte und kehrte nach einer paradiesischen elfjährigen Pause erst 2016 für eine „vorübergehende Auferstehungstour“ auf Erden zurück.

Für die Sammler. Die Tour 2020 wird aufgezeichnet. Für die Investoren. Die daraus entstehende CD wird – einer unabhängigen Fundamentalanalyse nach – jetzt schon von allen Experten als extrem unterbewertet eingeschätzt. Bei einer zu vernachlässigenden Volatilität wird eine sehr hohe Rendite erwartet.

 www.christofspoerk.eu

www.dobrek.com






Faltenradio

It’s been a great honour to perform @ the opening concert of the Zoa Festival in Ardagger along with „Hotel Palindrone“ and „Dobrek Bistro“! Sincere thanks are given to the Zoa-Team, we’re sure that your dedication will establish the ZOA-festival as a highlight in the years to come!